Holi jedenfalls ist wahrhaft farbenfroh. Der Brauch ist es, dass man sich von früh bis spät gegenseitig mit Farben bewirft. Opfer kann dabei jeder sein, ob Familienmitglied, Nachbar oder vollkommen unbeteiligter Passant. Das Fest erstreckt sich über eine Dauer von etwa 10 Tagen, wobei eigentlich nur an einem Tag die Farben zum Einsatz kommen. Allerdings kann es auch in den Vorwehen Holis passieren, dass man von wildfremden Menschen (Männern) ein paar Farbklekse ins Gesicht geschmiert bekommt. Wenigstens ist das ein lustiger Brauch.. im Gegensatz zu der sich in den letzten Jahren verbreitenden Gewohnheit, dass 25jährige Typen, die nichts besseres zu tun haben, mit ihren Motorrädern an einem vorbeirasen und einem aus voller Fahrt Wasserbomben ins Gesicht / in den Bauch / zwischen die Schultern knallen. Amélie hatte eine halbe Stunde an Atemnot zu leiden, nachdem eine Bombe sie in den Solar Plexus getroffen hatte und mir zerschellte ein Ballon im Gesicht, während ich gerade in meiner Riksha-Sänfte zur Uni reiste und mir einer dieser Raubritter-artigen Großstadtgangster mit Affenzahn entgegenkam. Das mag lustiger klingen als es tatsächlich war und teilweise waren wir so angenervt von kleinen, dicken Lümmeln, die von ihren Balkonen mit Wasserbomben warfen während die Mütter gleichgültig danebenstanden, dass einem schon mal der eine oder andere beleidigende Fluch herausrutschte.. „Teri Ma ki..!!“ („Deiner Mutter..!“ – besonders lustig, wenn selbige danebensteht).
[Sanyat und ich auf dem heimischen Balkon.. nach einer ersten Runde Holi mit harmlosem Gulaal-Pulver]
Am Holi-Tag selbst wollten Sanyat, Isha und ich eigentlich zwei kanadische Austauschstudenten treffen, um mit ihnen auf das „Holi Cow Festival“ in South Delhi zu gehen. Jedoch trauten wir uns zunächst nicht aus dem Haus, da es als unsicher angesehen wird, sich während des Vormittags überhaupt auf die Straße zu begeben. Es ist allgemein bekannt, dass sich während dieser Zeit viele betrunkene und sonstig zugedröhnte, recht aggressive Menschen auf der Jagd nach Opfern herumtreiben, an denen sie sich austoben und dank der quasi-anarchischen Holi-Verhältnisse unter dem Deckmantel der Normalität ihre absurdesten Fantasien auslassen können. Als Rohit jedoch gegen 10.30 Uhr vorbeikam, um Amélie zu besuchen und sie relativ überraschend in verschiedenen Farbtönen einfärbte, nahmen wir die Gelegenheit wahr, allesamt in Rohits Auto nach East Delhi zu fahren. Dort besuchten wir den an Gelbfieber leidenden Bharat und spielten alle gemeinsam mit den relativ harmlosen, trockenen, abwaschbaren Gulal-Farben, einer Art farbigem Sand. Bevor solche künstlichen Farben auf dem Markt waren, wurde das Holi-Pulver übrigens aus getrockneten Blütenblättern hergestellt..
[Amélie, Rohit, Bharat, Isha, ich und Camille, eine Freundin von Amélie, die eigentlich in Japan studiert, aufgrund des Erdbebens aber das Land verlassen musste und für einige Wochen bei uns lebte]
Anschließend fuhren wir weiter zu Sahel, einem anderen Freund Rohits, welcher auf der Straße vor seinem Haus mit seiner Familie Holi spielte.. und dem Anschein nach hatten sie bereits einige Stunden erbitterter Kämpfe hinter sich, denn alle Anwesenden waren dunkelblau vom Haaransatz bis zu den Zehen und dazu noch klatschnass. Wir waren gerade noch dabei, einige Gläschen Badam Milk (Milch mit Mandelstücken und Safran.. sowie einigen ganz „speziellen“ Zutaten) zu uns zu nehmen, als auch wir jeweils mit einem Eimer gefärbten Wasser übergossen wurden – permanent colour! Danach war dann alles egal und wir tanzten außer Rand und Band mit vollkommen fremden Erwachsenen in der Sonne. Dreckig zu sein ist doch immer wieder eine befreiende Erfahrung, macht einen sehr locker im Umgang mit anderen Menschen :)
[Auswirkung der Permanentfarben..]
Eine Stunde später fuhren wir zurück zu Bharats Anwesen, wo wir später zu Mittag essen wollten. Wir saßen eine Weile auf der schattigen Terrasse und unterhielten uns – als es so langsam anfing. Ich bemerkte, wie ich irgendwie müde wurde und meine Augen nicht mehr richtig zu bedienen wusste, sie schienen sich langsamer zu bewegen als gewöhnlich und als Konsequenz meinte ich, einige nähere und sich bewegende Gegenstände mehrfach zu sehen. Dann wurde meine Zunge irgendwie sandig und ich fühlte, wie mir das Schlucken schwerzufallen schien. Ich fragte Sanyat, ob er auch so schläfrig sei und der schaute mich nur leicht amüsiert und ein bisschen überrascht an. Ein paar Minuten später war ich dann relativ überzeugt, dass irgendetwas nicht stimmte und beobachtete die anderen leicht verunsichert – niemandem sonst schien es so zu ergehen wie mir. Plötzlich fing ich an, über etwas zu lachen.. weswegen Sanyat und Isha mich je an einem Arm nahmen und nach draußen, vor das Haus führten. Ich sagte: „Jaja.. ich muss lachen.. ich weiß, was das ist.. das ist dieses Bhaang-Zeug..“ An Holi ist es nämlich legal, Bhaang, die getrockneten Blätter der Hanfpflanze, zu konsumieren, da dies einen traditionellen Teil des Festivals ausmacht. Der Konsum dieser Droge ist im Hinduismus, vor allem unter den Pandits und Sadhus (Priestern und heiligen Männern), für meditative Praktiken sehr verbreitet und für diese auch legal. Mir wurde schon oft davon erzählt, dass Leute nach dem Konsum von Bhaang in einen stundenlangen Wahnzustand verfallen, in dem sie abwechselnd lachen und weinen und völlig von Sinnen sind. Sanyat versuchte, mich zu beruhigen, indem er sagte, das sei alles Einbildung. Nur weil man mir gesagt habe, ich werde lachen und weinen, verhalte ich mich nun so. In dem Moment fühlte ich mich irgendwie vorgeführt und als würde ich mich durch mein Verhalten blamieren..mir wurde ganz weinerlich zumute und schon fing ich auch an zu weinen. Der Anfall war innerhalb weniger Minuten vorüber, ich lachte ein wenig darüber und meinte, es sei eine recht nette Erfahrung gewesen und wir begaben uns wieder auf die Terrasse. Meine Annahme, das sei bereits alles gewesen, erwies sich als falsch. Nach etwa zehn Minuten fing ich zum zweiten Mal an, sinnlos zu lachen. Wieder führten mich Sanyat und Isha nach draußen und schauten ein wenig belustigt. Sanyat sagte, ich müsse mich beherrschen, das sei ja alles nur Einbildung und wenn ich mich zusammenreiße, so geschehe nichts weiter. Ich meinte, in seinem Blick leichte Beängstigung zu erkennen, was mich so sehr verunsicherte, dass ich natürlich anfing, zu weinen. Doch auch dieser Anfall ging vorüber und kurz darauf begab sich die gesamte Gruppe auf einen nahegelegenen Festplatz, wo ein Buffet aufgebaut war. Wir standen eine Weile in der gleißenden Sonne, ich fühlte mich ein wenig schwummrig und als sei ich mental leicht weggetreten. Als wir uns schließlich am Buffet einreihten, hatte ich Schwierigkeiten, weder meine Orientierung noch die anderen aus dem Blick zu verlieren. Plötzlich schien mir die Sonne wie ein unerbittlicher Gegner, der mich zu zerdrückten suchte und meinen Blick auf den Boden zwang – in der Tat, vereinzelte Parallelen zu Camus‘ „L’Étranger“ schienen aufzutreten. Ich fühlte mich zwischen den drängelnden, mit zu lauter Stimme redenden Menschen wie ein Außenseiter, da mir mit einem Mal schmerzlich bewusst wurde, dass alle anderen Anwesenden in frisch gebügelter Festtagskleidung speisten, während wir wie verlotterte, pinke Schlümpfe mit filzigen Haaren unterwegs waren. Ich meinte, mich zusammenreißen zu müssen und versuchte, mir mit meinem Teller unauffällig einen Weg in den Schatten zu bahnen. Dort angekommen konzentrierte ich mich darauf, mit meinem Löffel meinen Mund zu treffen, alles erschien irgendwie zu intensiv.. zu laut, zu heiß, zu grell, zu blendend, zu kompliziert. Was weiter geschah, weiß ich nur bruchstückhaft – zumindest bin ich mir nicht sicher, ob meine Erinnerungen zusammenhängend und inwiefern sie korrekt oder realistisch sind. Ich wusste mit einem Mal, dass ich sterben würde – deswegen hatte Sanyat mit besorgt gesagt, ich solle mich zusammenreißen. Es war in meiner Macht, die Wirkung der Droge zu unterdrücken! Doch sollte mir das nicht gelingen, würde ich in eine Art Schockzustand geraten, der immer mehr eskalieren und schließlich zu einer Art komatösem Gehirntot führen würde. Am wichtigsten war es deswegen, die rein physischen Zeichen der Panik zu unterdrücken – doch kaum hatte ich dies verstanden, wusste ich, dass ich nun endgültig verloren war, da jemand, der weiß, dass er panisch werden wird, der Panik nicht entkommen kann. In diesem Moment sah ich mein Leben – recht klischeehaft – zeitraffermäßig vor meinem inneren Auge. Ich sah meine Grundschullehrerin, deren Mühen nun enttäuscht würden. Ich sah mich in einem Vegetativzustand im Krankenhaus liegen, ich fühlte geradezu, wie mein Gehirn sich verkrampfte. Ich sah (allen Ernstes, es ist mir geradezu peinlich wie klischeehaft ich bin) einen Zeitungsartikel mit der Überschrift „Touristin stirbt an Überdosis Bhaang“ vor mir!! Ich konnte nicht schlucken, rechts und links zu meinem Herz breitete sich eine Art brennender Schmerz aus. Die Panik kam wie eine massive Welle und zerdrückte mich, legte jegliche Denkfunktion lahm. Ich entwickelte mich rückwärts. Ich packte Sanyat und sagte ihm, dass ich ihn liebe.. ich wusste, dass ich die Fähigkeit zu sprechen verlieren würde. Ich sagte „Mama“, dann begann ich, auf meinen Fingern herumzubeißen. Meine nächste Erinnerung ist, wie ich wieder einigermaßen normal dastehe. Ich bilde mir ein (vielleicht war es auch tatsächlich so), dass der gesamte Festplatz zu mir starrte. Ich wusste, dass ich bisher überlebt hatte und dass es an mir war, weitere Anfälle zu unterdrücken. Leichte Hoffnung keimte in mir auf, dass der Verlauf dieser Sache nicht unbedingt tödlich sein muss. Krampfhaft versuchte ich, einen vollkommen normalen Eindruck zu machen und war mir dabei überhaupt nicht bewusst, wie ich auf die Umstehenden wirken würde. Ich sagte zu Sanyat, dass er mich in eine ruhigere Gegend bringen solle – ich wisse nun alles und werde versuchen, den fatalen Ausgang zu vermeiden, dies werde aber nur gelingen, wenn ich in einer weniger verunsichernden Umgebung sei. Sanyat führte mich in die Richtung von Bharats Haus. Vor einem der benachbarten Anwesen stand ein Mann, umringt von einer Schar von Menschen, und schrie seine Frau an. Ich war mir plötzlich sicher, gelesen zu haben, dass Bhaang viele Leute sehr aggressiv macht und an Holi deswegen jährlich Tausende von Menschen sterben. Das Problem mit der Droge war, dass sie ihre Wirkung verstärkte, indem sich die halluzinierenden Menschen gegenseitig aggressiv machen oder verängstigen. Es war deswegen wichtig, dass ich vor allem von derlei Personen Abstand nahm (all dies meine feste Überzeugung, immer wieder sagte ich zu Sanyat, ich wisse nun alles). Der Mann machte mir solche Angst, plötzlich war ich sicher, dass er eine Pistole hatte – wieso tat niemand was, warum aßen die Menschen auf dem Festplatz seelenruhig zu Mittag. Wir liefen in eine schmale Gasse, wo ich beschloss, auf und ab zu gehen. Auch Sonne musste vermieden werden, da zu viel aggressiven Lichts die Wirkung der Droge verstärken würde. Stundenlang (so schien es mir) liefen wir in den Gassen auf und ab. Eigentlich wollte ich in Bharats Haus, um mich im Schatten zu verstecken, doch wir konnten uns diesem nicht nähern, da in unmittelbarer Nachbarschaft der wütend brüllende Mann zeterte, vor dem ich mich sehr fürchtete. Allgemein hatte ich Angst vor jedem Menschen, der an mir vorüberging und wenn ich Schritte hinter mir hörte, so schienen diese stets immer lauter zu werden und sich mir zu nähern.. Nach einer Weile konnte ich verschiedene Stadien meines Zustandes erkennen. Manchmal schien die Panik wieder in regelrechten Anfällen über mich zu kommen – einmal meinte ich, meine Lippen wüchsen zusammen und ich könnte nicht mehr reden – , dann wieder hatte ich etwas klarere Momente. Irgendwann begann ich, in den klareren Momenten mit Sanyat über die „Anfälle“ zu reden und von da an wusste ich, dass die ganze Sache überstanden war, dass ich die Panik besiegt hatte. Ich glaubte aber nach wie vor, dass diese ganze Panik-Sache tatsächlich stimmte.. dass Leute wirklich vor Angst sterben an Holi. Und ich glaubte das auch für einige Tage.. und irgendwie glaube ich es immer noch ein bisschen. Insgesamt hielt dieser starke Rausch für etwa zwei Stunden an und mein Gefühl, etliche Gedächtnislücken zu haben, kann damit nicht stimmen, es wirkt nur alles so unwahrscheinlich. Sobald es mir etwas besser ging, gingen wir zu den anderen zurück – Amélie hatte in der Zwischenzeit einen sehr ähnlichen Anfall erlitten, etwas weniger intensiv als ich, und fürchtete sich vor mir. Wir entschlossen uns, nach Hause zu gehen, um dem Spuk durch einen beruhigenden Mittagsschlaf ein Ende zu bereiten. Auf der Fahrt erlitten sowohl Amélie als auch ich einige weitere Zustände.. wir hatten beide Angst, Rohit werde einen Unfall machen. Ich beobachtete Rohits Augen im Rückspiegel und meinte, er schlafe oder mache wirre Grimassen. Als wir schon fast daheim waren, hatte ich einen stärkeren Anfall – ich sah brennende Häuser und zerbeulte Autos, ja sogar einen toten Mann als Resultate vermeintlicher Holi- und Bhaang-Streitereien und Unfälle. Daheim angekommen durfte ich trotz meiner Müdigkeit nicht sofort schlafen, da die widerliche permanente Wasserfarbe so bald wie möglich abgewaschen werden muss. Ich duschte mit einer Mischung aus Milch und Mehl, welche auf die Haut aufgetragen und nach dem Trocknen abgerieben wird. Dieses Ganzkörperpeeling war relativ schmerzhaft und ich hatte für einige Tage kleine Teigklumpen in meinen Haaren. Nachdem die Prozedur nach einer Stunde durchstanden war, fiel ich wie tot ins Bett und schlief für sechs Stunden. Gegen 23 Uhr erwachten sowohl Sanyat als auch ich. Sanyat meinte, er habe ein bisschen Angst im Dunkeln. Ich meinte, ich sei hungrig und so verschlangen wir irgendwie unglaubliche Mengen an Essen (scheinbar übliche Nebenwirkung von größerem Hanf-Konsum). Während wir in der Küche standen, beobachteten wir, wie uns die Dunkelheit des Wohnzimmers oder entfernte Raschelgeräusche ein bisschen Unbehagen zufügten. Da die Wirkung der Droge jedoch mittlerweile nachgelassen hatte, war es fast ein bisschen belustigend, die Effekte zu beobachten. Am nächsten Morgen, nach weiteren 12 Stunden Schlaf, las ich im Internet über das weltweit bekannte Bhaang, das in Varanasi ganzjährig in Form von „special lassi“ erhältlich ist. Ich erfuhr dabei, dass der Konsum größerer Mengen Hanfs ganz gewöhnlich zu Angstzuständen führt, in Extremfällen zu Todesangst und dass Menschen dabei auf allerlei Ideen kommen – sie meinen, sie hätten einen tödlichen Gehirntumor oder dergleichen. Ich muss sagen, dass mir meine Panik da ganz gut gefällt. Sie wurde vermutlich geschürt durch Sanyats anfängliche Versuche, mir einzureden, ich könne und müsse die Panik unterdrücken – und durch meine Lektüre des Buches „1984“ von George Orwell, welche ich wenige Tage zuvor abgeschlossen hatte. Diese ganze Gedankenunterdrückerei erinnert mich ein bisschen an das dort eine Rolle spielende Doublethink-Konzept.
3 Kommentare:
very strange that - don't do that anymore, please!
Hi Vicky, Deine Berichte werden immer schlimmer, Grusel-Horror-Picture-Show? Laut Wikipedia ist Bhaang ein Auszug auf der Cannabispflanze und hat eine relativ geringe berauschende Wirkung. Bhaang ist in manchen Distrikten Indiens zugelassen und wird traditionell beim Holifest verkonsumiert. Bei uns fällt Bhaang unter das Betäubungsmittelgesetz. Die grenzwertigen Erlebnisse, die Du geschildert hast, scheinen mir dann von was anderem zu kommen. Vorausgesetzt, daß Dein Bericht den Tatsachen entspricht, hätte man Dir ohne Dein Wissen einen anderen Stoff verpaßt, der Dich in einen grenzwertigen Zustand versetzt hat und Dich um Dein Leben fürchten ließ. Und das betrachte ich als einen Straftatbestand, der mich sehr, sehr sauer machen würde. Ich würde mir dann ein paar Gedanken machen, ob ich mich im richtigen Freundeskreis befände oder nicht besser auf Abstand ginge. Mutwillige oder fahrlässige Körperverletzung, mutwilliges Herbeiführen eines geschäftsunfähigen Zustandes oder so ähnlich? Was sagt denn das indische Gericht zu solch einem Vorkommnis? Ich wundere mich etwas über Deine Reaktion hinterher. War das alles wirklich so niedlich und harmlos, daß Du so nonchalant darüber hinweg gehen kannst? Ist das nicht die Banalisierung des "Bösen"? In anderen asiatischen Staaten verschwinden Personen, die mit Drogen handeln für Monate oder Jahre im Gefängnis!! Aus meiner Sicht muß solch ein Geschehen einfach Konsequenzen nach sich ziehen! Zumindest würde ich mich vor dem Gastgeber und diesen "Freunden" eindeutig und unmißverständlich distanzieren und mir solche Machenschaften verbitten. Und dann würde ich mich tatsächlich mit dem indischen Gesetz beschäftigen! Vorausgesetzt natürlich, daß Deine Schilderungen der Wahrheit, der ganzen Wahrheit und nichts als der Wahrheit entsprechen. Oder ist Dir wieder mal Dein Phantasiegaul ungebremst und hemmungslos durchgegangen? Ein wenig geschmackig? Schon, wenn man bedenkt, daß selbst in Stuttgart jedes Jahr nahezu ein Dutzend Menschen an Drogen sterben: sei es, daß sie sich den goldenen Schuß setzen, sei es dass ihr Körper durch jahrelangen Drogenmißbrauch völlig zerrüttet ist. Du solltest nicht außer Acht lassen, daß auch Cannabis eine Einstiegsdroge sein kann. Und das Argument, dass man mit Drogen seine Sinne erweitern und ganz besondere Dinge erleben kann, die man normalerweise nicht erlebt - das ist ein sehr schwaches und erbärmliches Argument. Unser Herrgott hat uns unsere Sinne und unseren Geist von Geburt an mitgegeben, dass wir damit unsere Umwelt wahrnehmen und erlernen. Und wer dies mit hellwachen Sinnen und einem wachen Geist/Verstand tut, der hat alles, was er braucht, um gesund und in vollen Zügen sein Leben leben zu können. Und wenn man dies sehr bewußt tut, dann kann man Fähigkeiten entwickeln, mit denen man aus der allgemeinen Masse sehr wohl herausragt. Vicky, Du lebst in Indien, dort gibt es genug Meister, die Dir in diesem Sinne bestes Vorbild sein können! Laß die Finger von den Drogen und such Dir den passenden Freundeskreis!!
So viel zum Thema Drogen und Lebenskunst "alter Meister". Abschließend bitte ich Dich, nie wieder solche Gruselhorrorstories in Deinen Blog zu stellen - schäm Dich. Du erinnerst mich an den Spruch: Brave Mädchen kommen in den Himmel - und böse überall hin! Man könnte aber auch sagen: Böse Mädchen kommen u. U. in eine ganze Menge Schwierigkeiten und brave Mädchen kommen manchmal auch ganz schön weit!! Hähä!
Tausend Grüße von Deiner strengen Tante Cathrina
Hallo Vicky, hast Du meinen zweiten Kommentar (MOR) gelöscht? Gut so!
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