Sonntag, 28. September 2008

Fakten uebers Leben

Einige Zahlen.. es gibt in Mumbai 40.000 Taxis und 75.000 Strassenhunde (um die es gerade eine heisse Debatte gibt.. sollten die Streuner getoetet werden duerfen? Seit einigen Jahren versucht man ausserdem, den Bestand durch Sterilisierung einzudaemmen.). Ausgehend von diesen Zahlen schaetz ich die Zahl der luftverpestenden Rikshas auf etwa 100.000.. die fahren uebrigens mit Gas, welches 20 Cent den Liter kostet (Benzin ist irgendwie verdammt teuer mit einem Preis von fast einem Euro pro Liter.. fuer hiesige Verhaeltnisse!). Im Gegensatz dazu zahlen die Chowdharys jaehrlich ueber 2 Lakh Rupien (was 200.000 Rupien entspricht), umgerechnet etwa 4000 Euro, an school fees fuer Salonis Privatcollege. Die staatlichen Colleges kosten nur 1000 Rupien (12 Euro) und Maedchen duerfen sie sogar umsonst besuchen. In der Zeitung hab ich jetzt uebrigens gelesen, dass 58% der Stadtbevoelkerung in Slums leben, auf 1000 Einwohner kommen nur 113 Wasseranschluesse (schlechteste Zahl in ganz Indien).. allein 60.000 dieser slum dwellers muessen in Charkop aufgrund einer Ausweitung des Schienennetzes “umgesiedelt” werden.. nach allem, was ich sonst so mitbekommen habe, nehme ich mal an, dass einfach ihre Behausungen plattgemacht werden. Achja, und das hoechste Gericht, the Delhi High Court, hat gestern die Legalisierung bzw Dekriminalisierung von Homosexualitaet abgelehnt, mit der Begruendung, dass da asoziale, unnatuerliche Triebe dahintersteckten und im Falle einer Legalisierung sowohl die Gesundheit der Buerger (aufgrund der verstaerkten Ausbreitung von AIDS) als auch der Frieden im Lande (wegen der Moeglichkeit von Aufstaenden und Unruhen, da die Mehrheit der Buerger gegen ein solches Gesetz sei) gefaehrdet seien.
Im Bild ein irgendwie idyllischer Anblick einer Shanty Town in der sonntaeglichen Morgensonne.

6 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi Vicky, was bitte ist ein Shanty-Town? Ist dies ein Slumviertel? Und wenn dort wegen Gleisbauten Slumbewohner umgesiedelt werden, bekommen die dann vom Staat oder der Stadt gebaute feste Behausungen mit Wasser und Stromanschluß und Kanalisation? Oder werden die einfach fortgejagt nach dem Motto: Seht zu wo ihr bleibt? - Übrigens, warum schicken Deine Gasteltern ihre Kinder auf ein Privatcollege, wo sie sich doch für EOTO engagieren? Liegt das an der Begabung, oder am Niveau - oder schleicht sich da immer noch "Kastenwesen" ein?
Andererseits finde ich es sehr gut, dass die staatlichen Schulen "relativ" preisgünstig sind - und vor allem, daß die Mädchen Bildung kostenlos haben dürfen!!! Sehr, sehr gut. Hoffentlich können Sie es dann im Erwachsenenleben beruflich und privat auch entsprechend nutzen!
hG CV
Was macht übrigens Deine Gesundheit? Geht es Dir wieder besser?

Anonym hat gesagt…

Mein Wörterbuch sagt: ein Shanty ist eine Behausung zusammengefügt aus Holzstücken, Karton und Blech. Darin hausen ganz, ganz arme Leute. Shanty-Towns findet man meistens am Stadtrand von Großstädten ... also, der indische Begriff für Slums.

Anonym hat gesagt…

Hallo vicky,
hoffe, daß auch bei geringer werdender Berichts-Frequenz alles in Ordnung ist bei Dir..?! Interpretiere es so, daß Du inzwischen evtl etwas vertrauter und selbstbewusster bist und mehr unternimmst? Bist Du immer alleine unterwegs? Lernst Du keine anderen "Westler" od. so kennen, mit denen Du was unternehmen kannst? Was macht die Gesundheit, langsam aklimatisiert?
Liebe Grüße aus dem verregneten, saukalten, quasi novemberigen
München, Annette PS: Kommentar von Oma beim Löwen...

Anonym hat gesagt…

Heellloooo, anybody out there??
Lg Annette

linda hat gesagt…

dieses shanty erinnert mich an baumhäußer in so filmen.

Anonym hat gesagt…

die farben und die tief stehende sonne lassen es ja beinahe ein bisschen vergessen, dass das ein Slum ist. Selbst da gibt es wohl große unterschiede. Solche beinahe schon gut ausgestatteten Bretterhütten und dann diese ganz üblen slums, die nur aus Folien, Kartons etc bestehen. Oder sehe ich das falsch. kann man sich da mit er zeit etwas hoch arbeiten?