Namaste auch von mir mal wieder!
Es sind schon einige Tage vergangen, seit ich zuletzt was geschrieben hab.. ich glaub mir selbst kommt’s vor wie ne Ewigkeit, waehrend es fuer euch vielleicht gar nicht so lang war (damit will ich sagen, dass es hier zwischenzeitlich ganz schoen langweilig werden kann..).. naja, jedenfalls war ich mittlerweile zum ersten mal in Mumbai-City selbst.
Und zwar wurde ich fuer Donnerstagabend auf ein Experiment-Treffen eingeladen. Nachdem Usha mir die Anfahrt ganz genau erklaert hatte, startete ich um 17.30 Uhr von Charkop aus.. zunaechst sollte ich den Bus zur Charkop Station nehmen. Klingt leichter, als es ist, da man die Busnummern auch erst mal lesen koennen muss.. die sind in Hindi und haben mir in den letzten Tagen ganz viel Freude und Rumgeirre beschert. Doch mittlerweile hab ich sie auswendig gelernt und haette so eigentlich gut zum Bahnhof kommen sollen. Allerdings wurden anscheinend die Busrouten geaendert, jedenfalls endete ich bei der Borivali Station, sozusagen einen Bahnhof weiter.. nun halfen natuerlich auch die Plaene, die Usha fuer mich gezeichnet hat, nicht weiter und ich musste mich so durchkaempfen. Klappte aber eigentlich sehr gut und fuer schlappe 7 Rupien (gebt euch des mal…) fuhr ich dann 30-40 Kilometer und fast eine Stunde lang mit dem Zug nach Mumbai rein. Dabei boten sich viele interessante Eindruecke.. erstens fahren in Indien die Frauen ausschliesslich im Frauenabteil, wovon es 3 pro Zug gibt. Ich finds sehr angenehm.. Zweitens laufen die ganze Zeit schreiende und singende Menschen durch die Waggons, die etwas verkaufen wollen und drittens gibt es im Zug Deckenventilatoren.. die waren aber abgeschaltet. Frische Luft haetten sie eh nicht herbeiwedeln koennen, denn (auch das ist mir auf der Zugfahrt erstmals richtig aufgefallen) die Luft ist hier ueberall einfach schlecht. Schlecht bedeutet man riecht etwas.. es ist nie so, dass man einfach gar nicht merkt, dass man atmet.. ausser man befindet sich im Haus.. allerdings sind auch dort die Gerueche meist sehr intensiv. Vor allem riecht es nach Essen, aber auch nach einem mentholartigen Mittel, mit dem die hier die Boeden schrubben (ist erfrischend). Draussen stinkt es nach Muell (der ueberall rumliegt, im Gebuesch haengt) und vor allem an den Fluessen / Rinnsalen, an deren Ufern ausschliesslich Slumsiedlungen liegen, riecht es richtig bestialisch. Nachdem ich um 19 Uhr an der Churchgate Station ganz im Sueden der Stadt angekommen war, sollte ich aber bald zum ersten Mal seit meiner Ankunft ganz reine Luft riechen.. denn unweit dieses Bahnhofs erstreckt sich der Marine Drive, auch Queen’s Necklace genannt, die Uferpromenade.. die Luft, die vom Meer ans Ufer wehte, war angenehm, zwar leider auch nicht so erfrischend da schwuel und warm, aber wenigstens roch sie nur nach Salz. Und zufaelligerweise war ich gerade rechtzeitig gekommen, um den Sonnenuntergang (siehe Bild) zu bestaunen.. einzigartig!! Eine viertel Stunde spaeter traf ich mich mit Ameeta, meiner Experiment-Indien-Ansprechpartnerin und wir fuhren zu einem “Club”, wo das Treffen abgehalten wurde. Dort schleifte man mich in eine Lounge, wo etwa 100 Experimentmitglieder, allesamt ueber 50 Jahre alt, in dicken Sesseln sassen. Man stellte mich einigen Anwesenden vor, aber dann kuemmerte sich irgendwie keiner mehr so richtig um mich.. auch recht unfreundlich war, dass eine Frau dann zur Eroeffnung eine kleine Rede geschwungen hat und mir ploetzlich, ohne mich vorzuwarnen, das Mirko in die Hand drueckte.. da stand ich nun und erzaehlte den Leuten, ich liebte das indische Essen, dabei hatte ich am Tag vorher ziemliche Magen-Darm-Probleme bekommen. Naja.. Dann haben wir uns eine Stunde lang eine PowerPointPraesentation eines Mitglieds angeguckt, der eine Wanderung im Himalya, zum heiligen Berg Shivas, dem Kaillash, unternommen hat.. die Bilder waren wirklich atemberaubend. Danach gab’s Essen.. ich hab von jeder gekochten Speise ein ganz kleines bisschen probiert, obwohl ich voll Hunger hatte, aber noch grosser als die Gier war die Angst vor weiteren Magenverrenkungen. Gegen 23 Uhr verliess ich mit Narayani, einer alten Experimenterin, die schon seit dem Gruendungsjahr des indischen Zweiges im Jahre 1962 Mitglied ist, deren Schwester und einer Grossnichte den Club. In einem Taxi fuhren wir zu Narayani nach Hause.. dort sollte ich die Nacht verbringen, da es zu spaet war, nach Charkop zurueckzufahren. Ich teilte mein Zimmer mit Narayanis Schwester. Trotz deren Geschnarche und der Klimaanlage, die die ganze Nacht lief, schlief ich gut – Ohropax!! (wirklich unersetzlich) Allerdings nur die ersten 20 Minuten lang.. dann machte sich mein Bauch bemerkbar.. naja.. war dann zum Glueck nicht sooo schlimm, aber mitten in der Nacht stiess ich auf dem Weg zur Toilette auf den Rest der in der Wohnung lebenden Grossfamilie.. 3 weitere ledige Schwestern zwischen 60 und 70, ein Bruder (die anderen beiden leben in Toronto), dessen Sohn mit Frau und Kind sowie 4 nepalesische Hausangestellte. Freude…! Die kamen grade von einer Familienfeier heim und meinten dann kollektiv “good morning”. Am naechsten Morgen servierte man mir Chai, der so suess war, dass ich dachte, mir faulen sofort saemtliche Zaehne weg! Aber die Gastfreundschaft war schon toll.. das ist the experiment in international living :) Und die Schwiegertochter brachte mich dann mit dem Taxi sogar noch zu dieser Handwerksausstellung, die ich unbedingt besuchen wollte.
Es sind schon einige Tage vergangen, seit ich zuletzt was geschrieben hab.. ich glaub mir selbst kommt’s vor wie ne Ewigkeit, waehrend es fuer euch vielleicht gar nicht so lang war (damit will ich sagen, dass es hier zwischenzeitlich ganz schoen langweilig werden kann..).. naja, jedenfalls war ich mittlerweile zum ersten mal in Mumbai-City selbst.
Und zwar wurde ich fuer Donnerstagabend auf ein Experiment-Treffen eingeladen. Nachdem Usha mir die Anfahrt ganz genau erklaert hatte, startete ich um 17.30 Uhr von Charkop aus.. zunaechst sollte ich den Bus zur Charkop Station nehmen. Klingt leichter, als es ist, da man die Busnummern auch erst mal lesen koennen muss.. die sind in Hindi und haben mir in den letzten Tagen ganz viel Freude und Rumgeirre beschert. Doch mittlerweile hab ich sie auswendig gelernt und haette so eigentlich gut zum Bahnhof kommen sollen. Allerdings wurden anscheinend die Busrouten geaendert, jedenfalls endete ich bei der Borivali Station, sozusagen einen Bahnhof weiter.. nun halfen natuerlich auch die Plaene, die Usha fuer mich gezeichnet hat, nicht weiter und ich musste mich so durchkaempfen. Klappte aber eigentlich sehr gut und fuer schlappe 7 Rupien (gebt euch des mal…) fuhr ich dann 30-40 Kilometer und fast eine Stunde lang mit dem Zug nach Mumbai rein. Dabei boten sich viele interessante Eindruecke.. erstens fahren in Indien die Frauen ausschliesslich im Frauenabteil, wovon es 3 pro Zug gibt. Ich finds sehr angenehm.. Zweitens laufen die ganze Zeit schreiende und singende Menschen durch die Waggons, die etwas verkaufen wollen und drittens gibt es im Zug Deckenventilatoren.. die waren aber abgeschaltet. Frische Luft haetten sie eh nicht herbeiwedeln koennen, denn (auch das ist mir auf der Zugfahrt erstmals richtig aufgefallen) die Luft ist hier ueberall einfach schlecht. Schlecht bedeutet man riecht etwas.. es ist nie so, dass man einfach gar nicht merkt, dass man atmet.. ausser man befindet sich im Haus.. allerdings sind auch dort die Gerueche meist sehr intensiv. Vor allem riecht es nach Essen, aber auch nach einem mentholartigen Mittel, mit dem die hier die Boeden schrubben (ist erfrischend). Draussen stinkt es nach Muell (der ueberall rumliegt, im Gebuesch haengt) und vor allem an den Fluessen / Rinnsalen, an deren Ufern ausschliesslich Slumsiedlungen liegen, riecht es richtig bestialisch. Nachdem ich um 19 Uhr an der Churchgate Station ganz im Sueden der Stadt angekommen war, sollte ich aber bald zum ersten Mal seit meiner Ankunft ganz reine Luft riechen.. denn unweit dieses Bahnhofs erstreckt sich der Marine Drive, auch Queen’s Necklace genannt, die Uferpromenade.. die Luft, die vom Meer ans Ufer wehte, war angenehm, zwar leider auch nicht so erfrischend da schwuel und warm, aber wenigstens roch sie nur nach Salz. Und zufaelligerweise war ich gerade rechtzeitig gekommen, um den Sonnenuntergang (siehe Bild) zu bestaunen.. einzigartig!! Eine viertel Stunde spaeter traf ich mich mit Ameeta, meiner Experiment-Indien-Ansprechpartnerin und wir fuhren zu einem “Club”, wo das Treffen abgehalten wurde. Dort schleifte man mich in eine Lounge, wo etwa 100 Experimentmitglieder, allesamt ueber 50 Jahre alt, in dicken Sesseln sassen. Man stellte mich einigen Anwesenden vor, aber dann kuemmerte sich irgendwie keiner mehr so richtig um mich.. auch recht unfreundlich war, dass eine Frau dann zur Eroeffnung eine kleine Rede geschwungen hat und mir ploetzlich, ohne mich vorzuwarnen, das Mirko in die Hand drueckte.. da stand ich nun und erzaehlte den Leuten, ich liebte das indische Essen, dabei hatte ich am Tag vorher ziemliche Magen-Darm-Probleme bekommen. Naja.. Dann haben wir uns eine Stunde lang eine PowerPointPraesentation eines Mitglieds angeguckt, der eine Wanderung im Himalya, zum heiligen Berg Shivas, dem Kaillash, unternommen hat.. die Bilder waren wirklich atemberaubend. Danach gab’s Essen.. ich hab von jeder gekochten Speise ein ganz kleines bisschen probiert, obwohl ich voll Hunger hatte, aber noch grosser als die Gier war die Angst vor weiteren Magenverrenkungen. Gegen 23 Uhr verliess ich mit Narayani, einer alten Experimenterin, die schon seit dem Gruendungsjahr des indischen Zweiges im Jahre 1962 Mitglied ist, deren Schwester und einer Grossnichte den Club. In einem Taxi fuhren wir zu Narayani nach Hause.. dort sollte ich die Nacht verbringen, da es zu spaet war, nach Charkop zurueckzufahren. Ich teilte mein Zimmer mit Narayanis Schwester. Trotz deren Geschnarche und der Klimaanlage, die die ganze Nacht lief, schlief ich gut – Ohropax!! (wirklich unersetzlich) Allerdings nur die ersten 20 Minuten lang.. dann machte sich mein Bauch bemerkbar.. naja.. war dann zum Glueck nicht sooo schlimm, aber mitten in der Nacht stiess ich auf dem Weg zur Toilette auf den Rest der in der Wohnung lebenden Grossfamilie.. 3 weitere ledige Schwestern zwischen 60 und 70, ein Bruder (die anderen beiden leben in Toronto), dessen Sohn mit Frau und Kind sowie 4 nepalesische Hausangestellte. Freude…! Die kamen grade von einer Familienfeier heim und meinten dann kollektiv “good morning”. Am naechsten Morgen servierte man mir Chai, der so suess war, dass ich dachte, mir faulen sofort saemtliche Zaehne weg! Aber die Gastfreundschaft war schon toll.. das ist the experiment in international living :) Und die Schwiegertochter brachte mich dann mit dem Taxi sogar noch zu dieser Handwerksausstellung, die ich unbedingt besuchen wollte.
1 Kommentar:
hallo Vicky, wir sind aus Dresden zurück und der erste Gang war gleich an den Computer, was es neues gibt von dir.
Hoffentlich geht es deinem Gedärm wieder besser.
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