Endlich weiß ich jetzt, wo ich meinen Freiwilligendienst leisten werde! Am 1. August (drei Wochen vor Abreise.. was will man mehr?!) wurde mir von Experiment e.V. mitgeteilt, wo's hingeht. Und zwar werde ich in einem Schulprojekt "for underpriveldge children" (..unprivileged?) an der Charcko Municipal School in Kandiwali in Mumbai mithelfen, "can teach English, Arts & Craft and help in personality development". Abgesehn von dem Hinweis, dass es sich um eine Schule mit 250 Schülern handelt und ich jeden Tag von 10-16 Uhr arbeiten werde, stand nicht viel mehr darüber in dem Schreiben, das ich bekommen hab. Im Internet ist das Projekt "Each One Teach One", zu dem auch meine Schule gehört, unter der Adresse http://www.eachoneteachoneindia.org/ zu finden und nach eingehendem Studieren der Seite kam ich zu dem Schluss, dass es einen guten Eindruck macht.. ich freu mich schon :) Ich weiß nur noch nicht so genau, was ich da tun werde.. Aus diesem Grund sollte ich vielleicht mal bei meiner Gastfamilie, deren Adresse ich ebenfalls zugeschickt bekommen habe, anrufen. Mrs. Usha Chowdhary, wohnhaft in Kandiwali. "Both Mr. & Mrs. Chowdhary are in their late 50s." Und beide werden auf der Projekthomepage als Trustees von EOTO angegeben.
Mein Reiseführer hält einige Informationen über Mumbai bereit. Die Stadt hat 16,5 Mio. Einwohner (1976 waren es noch 5,9 Mio.!!), wovon etwa 50 % in Slums und Shantytowns (=Siedlungen aus Wellblechhütten) wohnen, 5 % sind vollkommen obdachlos. Mumbai (bis 1981 Bombay) ist Finanz-, Handels- und Industriezentrum Indiens und beherbergt den größten Flughafen sowie den bedeutesten Hafen (hier werden 50 % aller Exportgüter verladen) des Landes. Ein Drittel der gesamten Einkommenssteuer Indiens wird in Mumbai erwirtschaftet. Aufgrund der vielen Bürogebäude und Wolkenkratzer aus Glas und Stahl ähnelt es in Teilen anderen asiatischen Wirtschaftszentren wie etwa Shanghai oder Hongkong. Bekannt ist Mumbai auch für seine aktive Filmindustrie, über 150 Kinofilme werden jährlich produziert, was der Stadt den Spitznamen "Bollywood" oder "Hollywood am arabischen Meer" einbrachte. Reichtum und Armut, Primitivität und Fortschritt, Villengegenden und Elendsviertel prallen laut Reiseführer in dieser Stadt so krass aufeinander wie an kaum einem anderen Ort der Welt. Ich frag mich, ob 3 Monate reichen werden, sich auch nur halbwegs in so einer großen Stadt (die übrigens eine Städtepartnerschaft mit Stuttgart führt) zurechtzufinden...
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2 Kommentare:
Hallo Vicky,
gut, dass Du bloggst. Hoffentlich recht häufig, dann kann ich mir eine eigene Indien-Reise ersparen (war ohnehin nicht geplant). Aber bitte künftig etwas weniger künstlerisch angehauchte Bilder.
Beste Grüße
Bernd
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