Dienstag, 17. August 2010

the India Habitat Centre


Am Samstagabend wollten wir uns eine Dokumentation im India Habitat Centre anschauen.. nachmittags war ich mit Sanyat am Bahnhof, Tickets für unseren bevorstehenden Rajasthan-Trip besorgen (ich bin eingeladen, den Feiertag Rakhi nächste Woche bei seiner Familie in Jodhpur zu verbringen.. voll nett.. aber ich bin auch irgendwie.. äh.. das wird bestimmt peinlich..).. und Amélie war mit einigen französischen Freunden unterwegs. Ich wollte die Franzosen abends am IHC treffen.. hatte allerdings ausgerechnet an dem Tag mein Handy daheim vergessen. Um 18.30 Uhr fand ich mich an Ort und Stelle ein.. und wartete 45 Minuten vergeblich auf die anderen. Entschied mich dann dafür, mich in das Auditorium zu setzen und den Film zu schauen.. während des Films (ganz ok..und umsonst) hatte ich die ganze Zeit den unguten Gedanken im Nacken, später allein nach Hause fahren zu müssen. Kurz vor Ende des Films verließ ich um Viertel vor 9 die Vorstellung und machte mich auf die Suche nach einer Riksha.. auf den weiten doch leeren Straßen Central Delhis leichter gesagt als getan. Ich fragte eine Frau um Rat, sie verwieß mich auf den Bus.. nachdem ich die Bushaltestelle in der Dunkelheit erst nach einer beachtlichen Zeit gefunden hatte, organisierte eine Gruppe dort wartender Leute doch noch eine Riksha für mich.. so gelangte ich irgendwann nach Hause.. dort wurde ich dann von meiner Naivität eingeholt, irgendwie. Auf einer Treppe vor unserem Haus saß Sanyat, der doch tatsächlich sauer war, und zwar mehr auf sich selbst als auf mich.. weil er mich ohne Handy hatte gehen lassen (er wollte mir eigentlich seins aufzwingen).. Amélie und die Franzosen, die irgendwann während des Films doch noch am Kino angelangt waren und Plätze in der letzten Reihe ergattert hatten, hatten, als sie mich nach Ende des Films nicht finden konnten, das Security Personal des IHC informiert.. und Sanyat hatte Abhishek angerufen, dass er sein Auto für eventuell einzuleitende Suchaktionen bereithalten sollte.. wuaaaas? Ich fiel ungefähr aus allen Wolken.. voll.. peinlich! Dabei konnte ich mich halt wirklich nicht schlauer verhalten..

4 Kommentare:

Doro hat gesagt…

Liebe Vicky! Gut, dass Du Freunde hast, die sich um Dich sorgen. Dennoch musst Du Dir weiterhin beweisen, dass Du alleine zurecht kommst. Behalte das bei. Das ist gar nicht peinlich. Verhält sich Amelie anders gegenüber der Männerwelt anders als Du? Besser, Du verhältst Dich so, dass Du niemanden zur Anmache ermutigst. So, dass Du keine Enttäuschungen verursachst und selbst erlebst. Das funktioniert in Indien sicher anders als in Deutschland!? Deine Berichte sind echt mitreißend. Bin ja mal gespannt, was Du in Rajasthan erleben wirst. Was hältst Du denn auf dem Foto in der Hand? Und die bunten Armbänder ... hübsch. Es grüßt Dich herzlich Deine Doro.

Anonym hat gesagt…

Hallo Vicky, Du erlebst ja allerhand innerhalb kürzester Zeit. Und anscheinend bist Du auch gut aufgehoben. Fast schon zu gut? Können sich die Frauen in Indien so frei bewegen wie bei uns? Alleine ins Kino und Restaurant gehen - oder werden sie da gleich in eine bestimmte Schublade gesteckt? Werden dort Frauen "angemacht" weil sie hilflos wirken und den Beschützer im Manne wecken? Oder eher weil sie so selbständig und selbstbewußt sind und das für Manche vielleicht herausfordernd ist? Vielleicht steckt da ja auch "wirtschaftlicher" Gedanke dahinter i. S. von Studentenaustausch o. ä.? Aber so wie Du berichtest, wirst Du Dich mit viel Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl durch die Irrungen und Wirrungen der Fremde durchfinden! Halt Dick wacker - viele liebe Grüße Caddi

die Mama hat gesagt…

Sieht nach einer riesengroßen Schnecke aus, in deiner Hand, oder?
Zu Doros Kommentar: Allein zurechtkommen, JA, aber nicht um jeden Preis, soll heißen, nicht nach 21 Uhr abends oder welche Uhrzeit für eine Frau schicklich ist. Ich denke, deine Freunde werden sich nicht grundlos solche Sorgen gemacht haben. Speziell die indischen Kommilitonen, die das Land kennen und wissen, was passieren kann.
Aber dir war ja selbst unwohl bei der Geschichte, also denke ich, dur wirst nächstens bisschen aufpassen und sowas vermeiden.
Gell??
Dann kann deine Mama auch ruhiger schlafen.

Doro hat gesagt…

Deiner Mama schließe ich mich natürlich voll an. Alleine zurecht kommen, bedeutet in meinen Augen vor allen Dingen, mögliche Risiken in Deine Aktionen immer mit einzubeziehen, so dass Du notfalls auch alleine zurecht kommst. Deshalb leg mal das Handy an die Kette. Gerade das solltest Du doch nicht vergessen, wenn Du ausgehst! Jung und lebenslustig schließt ja Klugheit und Vorsicht nicht aus, gell!